Eine Regelklappe hat mehr bewegte Teile als eine Absperrklappe und bewegt sie häufiger. Der Wartungsaufwand ist deshalb höher, aber er ist planbar.
Aufbau
Doppellagige Lamelle mit Edelstahl-Dichtleiste am Umfang; zwischen den beiden Lagen wird beim Schließen Sperrluft eingeblasen. Angetrieben wird über ein Kugelgelenkgestänge von einem elektrischen oder pneumatischen Antrieb. Eine Auf-/Zu-Verriegelung und außenliegende Endschalter sichern den Betrieb ab.
Wartung am Gestänge
Das Kugelgelenkgestänge ist der Grund für die gute Kennlinie und der Grund für die meisten Störungen. Kugelgelenke brauchen Schmierung, und sie brauchen eine Prüfung auf Spiel – bei einer Regelklappe mit tausenden Stellbewegungen im Jahr deutlich häufiger als bei einer Absperrklappe.
Sperrluft prüfen
Die Sperrluft zwischen den Lamellenlagen ist bei einer Regelklappe nur im geschlossenen Zustand wirksam. Sie wird deshalb geprüft, indem die Klappe geschlossen und der Druck im Zwischenraum gemessen wird. Bei einer Regelklappe im Offenbetrieb ist dieser Wert nicht aussagekräftig.
Verriegelung und Endschalter
Die Auf-/Zu-Verriegelung verhindert Fehlbedienung, und sie ist ein Sicherheitsbauteil, kein Komfort. Sie wird bei jeder Inspektion funktional geprüft. Endschalter werden nachgestellt, wenn die Klappe mechanisch nachgearbeitet wurde.
Kennlinie überwachen
Staubanbackung verändert die Kennlinie, ohne dass der Antrieb es merkt. Ein jährlicher Stichprobenvergleich zwischen Stellwinkel und Durchfluss zeigt, ob die Klappe noch so arbeitet wie ausgelegt.